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IDUNA freiRaum 01/2002 Ihr Haus in guten Händen

Ob Urlaubsreise oder Business-Trip - wer länger verreist, lässt sein Haus unbewohnt und unbewacht zurück. Doch das muss nicht sein: Haushüter kümmern sich nicht nur um die Immobilie, sondern versorgen bei Bedarf auch Angehörige und Haustiere

So hatte sich Konrad B. die Rückkehr von seiner Reise nicht vorgestellt: Der Informatiker fand sein Haus trotz aller Sicherheitsvorkehrungen in verheerendem Zustand vor. Einbrecher hatten die Balkontür bearbeitet und sich Zutritt zum Haus verschafft. Was nicht niet- und nagelfest war, hatten sie mitgehen lassen: die Stereoanlage, zwei Taschenuhren, das Silberbesteck und weitere Wertgegenstände. Dabei waren sie nicht zimperlich vorgegangen: Möbel waren beschädigt, Hausrat überall verteilt. Schwer wog vor allem der Verlust einiger Erbstücke, an denen Konrad B. hing.

Ein Unglück, das sich für weit weniger Geld hätte vermeiden lassen. Denn auch ein gut gesichertes Haus ist für versierte Einbrecher eine leichte Beute. Es sei denn, es wird in der Abwesenheit der Bewohner durch einen so genannten Haushüter bewohnt. Die Idee des "Home-sitting" stammt aus den USA und aus England, wo diese Dienstleistung schon seit den siebziger Jahren angeboten wird. In Deutschland gibt es mittlerweile ebenfalls rund zwei Dutzend Agenturen, die im Verband Deutscher Haushüter-Agenturen (VDHA e. V.) zusammengeschlossen sind.

Wie läuft es genau ab?
Wenn Sie eine Haushüter-Agentur beauftragen wollen, sollten Sie dies frühzeitig anmelden. Die für Sie zuständige Agentur erfahren Sie beim VDHA unter Telefon (02501) 71 71 (Montag bis Freitag 13 bis 16 Uhr). Die Agentur wird Ihren genauen Bedarf ermitteln, bevor sie eine Person aussucht, die sich dann persönlich bei Ihnen vorstellt. Haben Sie den passenden Haushüter gefunden und die Aufgaben in einer Checkliste festgehalten, kommt Ihr Homesitter drei Stunden vor Ihrer Abreise zu einer letzten Einweisung. Bei Ihrer Rückkehr füllen Sie gemeinsam ein Abnahmeprotokoll aus und vergewissern sich, dass alle Aufgaben zu Ihrer Zufriedenheit erfüllt wurden. Übrigens: Sollte der Haushüter trotz aller Vorsicht selbst einen Schaden verursachen, ist dieser über die obligatorische Haftpflichtversicherung gedeckt: Personenschäden sind mit rund einer Million Euro, Sachschäden mit 250000 Euro sowie Diebstahl und Vermögensschäden mit 15 000 beziehungsweise 12500 Euro versichert.

Was kostet das?
Ein Haushüter kostet pro Tag etwa 40 bis 50 Euro. Aufgaben, die über den üblichen Rahmen hinausgehen, sowie Fahrtkosten werden gesondert berechnet. Der Haushüter ist eine Ausgabe, die sich lohnen kann, wie das Beispiel von Konrad B. zeigt. Für Bausparer der SIGNAL l DU N A Bauspar AG ist der Service besonders günstig: Zehn Prozent Rabatt auf den Tages-Nettopreis gewähren die im VDHA zusammengeschlossenen Agenturen gegen Vorlage einer Kopie des SIGNAL IDUNA Bausparvertrags...

Weitere Infos unter www.haushueter.org,
E-Mail: info@vdha.de


Das leistet ein Haushüter


Der Haushüter bewohnt Ihr Haus während der Abwesenheit und schreckt so mögliche Einbrecher ab. Mit Erfolg, denn in 300000 Einsatztagen der Haushüter-Agenturen wurde kein einziger Einbruch registriert. Doch neben dem reinen Bewohnen des Hauses erbringen die Haushüter bei Bedarf noch eine Reihe weiterer Dienstleistungen:

  • Haushüter versorgen die Haustiere.
  • Sie gießen die Blumen und pflegen den Garten.
  • Sie kümmern sich um daheim gebliebene Angehörige, unabhängig davon, ob es sich um Kinder oder Senioren handelt.
  • Sie leeren den Briefkasten und schicken auf Wunsch Post und Faxe nach.
  • Sie nehmen Telefonanrufe entgegen, notieren sie oder leiten sie weiter.
  • Sie notieren Besucher und auch den An-lass für deren Kommen.
  • Sie übernehmen einen Büroservice und halten Sie über wichtige Schreiben, Anfragen oder Angebote auf dem Laufenden.
  • Sie verlassen das Haus tagsüber höchstens für drei Stunden, nach 20 Uhr für höchstens eine Stunde.
  • In Notfällen wie Wasserrohrbrüchen holen sie Hilfe oder Handwerker ins Haus.

Eine Dienstleistung, die so tief in die Privatsphäre des Auftraggebers hineinreicht, ist absolute Vertrauenssache. Daher setzen die Agenturen lebenserfahrene, finanziell abgesicherte Senioren ein, die hinsichtlich ihrer Lebensverhältnisse gründlich überprüft wurden. Ein tadelloses polizeiliches Führungszeugnis ist selbstverständlich.


 

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